Metriken

Kennzahlen, die
etwas bedeuten

Nicht alle Zahlen sind gleich hilfreich. Dieser Überblick zeigt, welche Metriken im E-Commerce tatsächlich Entscheidungen beeinflussen können und was dabei zu beachten ist.

Warum Kennzahlen definiert werden müssen

Jede Plattform liefert Daten. GA4, Shopify, Meta, Google Ads: die Zahl der verfügbaren Metriken ist groß. Das Problem ist nicht fehlende Information, sondern fehlende Orientierung.

Wenn nicht vorab geklärt ist, welche Kennzahlen für welche Entscheidungen relevant sind, entsteht ein Dashboard-Chaos. Viele Zahlen, wenig Klarheit.

Der Prozess der Kennzahlen-Definition beginnt immer mit einer Frage: Welche Entscheidungen sollen durch Daten besser werden? Die Antwort darauf bestimmt, was gemessen werden muss.

KPI-Framework auf einem Whiteboard mit E-Commerce-Metriken

Metriken und ihre Bedeutung

Conversion Rate

Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion abschließen. Im E-Commerce meist der Kauf.

Worauf achten:

Die Conversion Rate ist stark kontextabhängig. Vergleiche über Kanäle hinweg sind nur sinnvoll, wenn die Traffic-Qualität ähnlich ist. Ein Branded-Suchanfrage-Kanal hat naturgemäß eine andere Rate als Display-Kampagnen.

Durchschnittlicher Bestellwert

Mittlerer Umsatz pro abgeschlossener Bestellung im betrachteten Zeitraum.

Worauf achten:

Saisonale Einflüsse, Rabattaktionen und Produktmix-Verschiebungen können den Wert stark beeinflussen. Der Trend über mehrere Perioden ist aussagekräftiger als ein einzelner Monatswert.

Customer Lifetime Value

Prognostizierter oder historischer Gesamtumsatz, den ein Kunde über seine Beziehung zum Shop erzeugt.

Worauf achten:

Der CLV ist besonders relevant für Shops mit Wiederkäufer-Potenzial. Er beeinflusst, wie viel Customer Acquisition Cost tragbar ist. Ohne Kohortenanalyse lässt er sich kaum sinnvoll berechnen.

Abbruchrate im Warenkorb

Anteil der Nutzer, die Produkte in den Warenkorb gelegt, den Kauf aber nicht abgeschlossen haben.

Worauf achten:

Eine hohe Abbruchrate ist nicht automatisch ein Problem. Manche Nutzer nutzen den Warenkorb als Merkliste. Der Kontext (Gerätetyp, Traffic-Quelle, Produktkategorie) macht den Unterschied.

Kundenakquisitionskosten

Marketingaufwand, der benötigt wird, um einen neuen zahlenden Kunden zu gewinnen.

Worauf achten:

Die CAC müssen immer im Verhältnis zum CLV betrachtet werden. Ein hoher CAC kann vertretbar sein, wenn der Kunde wiederholt kauft. Ohne diesen Zusammenhang fehlt der Bewertungsrahmen.

Wiederkaufrate

Anteil der Kunden, die innerhalb eines definierten Zeitraums erneut bestellen.

Worauf achten:

Die Definition des Zeitraums ist entscheidend. Bei Verbrauchsgütern ist ein 90-Tage-Fenster sinnvoll, bei Möbeln eher zwei bis drei Jahre. Die Branche bestimmt den Maßstab.

Was ein funktionierendes Tracking-Setup ausmacht

Kennzahlen können nur so gut sein wie die Daten, auf denen sie basieren. Ein Tracking-Setup mit Lücken, doppelten Events oder fehlenden Conversions produziert Zahlen, die Entscheidungen in die falsche Richtung lenken können.

Nostralio prüft bestehende Setups systematisch. Typische Probleme: Events, die nicht feuern. Conversions, die mehrfach gezählt werden. Sessions, die durch falsche Filterregeln verloren gehen. Parameter, die nicht übergeben werden.

Erst wenn das Setup verlässlich ist, lohnt es sich, auf Basis der Daten zu entscheiden.

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Google Tag Manager Setup mit konfigurierten Tags und Triggern auf einem Computerbildschirm

Welche Kennzahlen passen zum eigenen Shop?

Das lässt sich am besten in einem konkreten Gespräch herausfinden.

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